Leadership Empowerment
Wie du Eigenständigkeit fördern und andere empowern kannst
Eine der schönsten Aufgaben der Führung ist Empowerment. Empowerment bedeutet Menschen zu stärken und zu unterstützen, damit sie eigenständig arbeiten und selbstbestimmt handeln können. Die meisten Führungskräfte wünschen sich eigenständige Mitarbeitende, die selbstständig arbeiten, Probleme lösen, Verantwortung übernehmen und auch über den Tellerrand schauen. Auf der anderen Seite schätzen die meisten Mitarbeitenden die Selbstbestimmung und die Gestaltungsfreiräume, um motiviert zu arbeiten. Empowerment ist somit ein Thema, was sowohl für Führungskräfte als auch für Mitarbeitende wertvoll ist, es genauer zu betrachten, weil es für beide Seiten ein win-win Situation ist. Leadership Empowerment bewirkt höhere Motivation, mehr Eigeninitiative, schnelle Entscheidungen und effizientere Problemlösungen, da Mitarbeitende eigenständiger agieren. Für die Führungskraft bedeutet es nicht, einfach nur vertrauen und „es wird schon“, sondern Führungskräfte übernehmen die Aufgabe, Mitarbeitende zu empowern und zu unterstützen. Es stellt sich die Frage, wie Führungskräfte ihre Mitarbeitenden unterstützen und bestärken – ja, empowern – können, damit beide Seiten zufriedener und effizienter arbeiten können. Um Leadership Empowerment in der Praxis umzusetzen, bedarf es um das Wissen über die Vorgehensweise (Tools) und auch eine Haltung, die dem zugrunde liegt. Anbei möchte ich 8 Leadership Tools und Haltungen für Führungskräfte vorstellen, die Empowerment in der Praxis ermöglich und fördern.1. Verantwortung sichtbar machen
Ziel ist es, Ownership zu etablieren. Durch klare Benennung und Übertragung der Ownership an den Mitarbeitenden wird Verantwortung konkret definiert und explizit übertragen. Eine Vorstufe dazu ist die Empfehlung, das Verantwortungsbewusstsein des Mitarbeitenden anzuregen und offen über das Thema Verantwortung zu sprechen. Dafür eigenen sich folgende Fragestellungen, wie „Wofür möchtest du die volle Verantwortung übernehmen?“ und „Wo traust du dir mehr zu, als du aktuell tust?“2. Entscheidungsräume bewusst übertragen
Ziel ist nicht nur Aufgaben, sondern auch Entscheidungen zu delegieren. Als erstes gilt es, Klarheit zu schaffen, wie viel Entscheidungsspielraum der Mitarbeitende bekommt und dies dem Mitarbeitenden transparent zu machen. Anschließend empfehlt sich eine stufenweise Vorgehensweise mit der Übertragung der Entscheidungsfreiräume. Erste Stufe ist die Führungskraft entscheidet und erklärt seine Entscheidung. Die zweite Stufe ist die Führungskraft und der Mitarbeitende entscheiden gemeinsam. Die dritte Stufe ist der Mitarbeitende entscheidet und informiert die Führungskraft. Diese drei Stufen schaffen Sicherheit auf beiden Seiten und ermöglichen echte Eigenständigkeit des Mitarbeitenden.3. Ziele und Ergebnisse sichern
Ziel ist es, klare Ziele und messbare Ergebnisse vorzugeben. Durch Ziele gibt die Führungskraft die Richtung und die key results vor, was herauskommen soll, sprich das „Was erreichen und warum?“. Die Mitarbeitenden geschalten den Weg, sprich das „Wie erreichen?“ Die Mitarbeitenden erhalten dabei die Selbstbestimmung, um eigene Kreativität und eigene Lösungen umzusetzen. Die Führungskraft lässt das „wie erreichen“ offen und kann um Vorschläge von den Mitarbeitenden erbitten, um dabei das eigenständige Denken und die Lösungsfindung des Mitarbeitenden anzuregen.4. Coaching für Lösungen einsetzen
Ziel ist zu fragen, statt zu lösen - und – fragen, statt anzuweisen. Fragen regen das Denken an. Aus den eigenen Gedanken folgen Handlungen. Die Coaching Haltung ermöglicht, dass man häufiger Fragen stellt, als dass man Lösungen und Anweisungen vorgibt. Wenn man als Führungskraft für jedes Problem sofort eine Lösung liefert, dann kann eine Abhängigkeit entstehen und das gelernte Muster etablieren, dass die Mitarbeitenden mit jedem kleinen Problem die Führungskraft aufsuchen. Die Coaching Vorgehensweise ist es, zuerst nach einer Lösungsidee zu fragen oder sich nach möglichen Optionen und Vorschlägen zu erkundigen. Coaching stärkt in diesem Sinne die Urteilsfähigkeit und Lösungsorientierung des Mitarbeitenden.5. Forward Feedback stets nutzen
Ziel des Forward Feedback ist die Vorschau in die Zukunft. Es ist ein zukunftsorientierter und wachstumsorientierter Ansatz, um motivierend und orientierend ein Gespräch zu führen. Die Fragestellung an den Mitarbeitenden ist weniger, warum etwas schiefgegangen ist – weniger ein Rückschau, sondern ein Vorschau „Was kannst du das nächste Mal anders machen?“ Hier findet keine Bewertung der Geschehnisse statt, sondern ein unterstützendes Gespräch für die Ausrichtung der künftigen Ereignisse und Vorgehensweisen.6. Kompetenzentwicklung gezielt fördern
Ziel ist es, Kompetenzen zu entwickeln. Eigenständigkeit braucht Kompetenz. Dabei dürfen durchaus auch fordernde Aufgaben übertragen werden, wodurch der Mitarbeitende dazulernt und sich entwickeln kann. Eine weitere Möglichkeit der Kompetenzen-Entwicklung ist es, Entwicklungsziele gemeinsam mit den Mitarbeitenden zu besprechen und festzulegen. Somit regelmäßig auch über Entwicklungsziele und nicht nur über die Aufgaben, zu sprechen. Die Kompetenz-Entwicklung wird zusätzlich noch durch Unterstützung bei Bedarf, Weiterbildungsmaßnehmen, persönliches Coaching und durch Rückmeldung begleitet.7. Lernkultur für Verbesserungen etablieren
Ziel ist es, eine offene Lernkultur und kontinuierliche Verbesserungen zu etablieren. Eine gute Lernkultur ermöglicht eine gemeinsame Reflexion im Team und lässt verschiede Sichtweisen zu, man nutzt dafür die Retrospektive. Retrospektiv bedeutet „rückblickend“ zu schauen und gemeinsam zu analysieren: „was lief gut?“, „was lief nicht so gut?“, „was sind die wichtigsten Erkenntnisse?“, „was lernen wir daraus?“ und „was machen wir künftig anders oder besser?“ Das Ergebnis der Retrospektive sind kontinuierliche Verbesserungen für die Zukunft.8. Individuelle 1:1 Gespräche standardisieren
Ziel ist eine individuelle Unterstützung des Mitarbeitenden. Mitarbeitende benötigen eine gute Führung und keine reine Aufgabensteuerung. Empowerment ist eine individuelle Entwicklung, die auf jeden einzelnen Mitarbeitenden zugeschnitten ist. Die 1:1 Gespräche bieten den Rahmen und den Raum, wo Bestärkung möglich ist. In den 1:1 Gesprächen kann die bedarfsgerechte individuelle Unterstützung geboten sein und kann Vertrauen auf beiden Seiten wachsen.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Eigenständigkeit der Mitarbeitenden wächst und entsteht, wenn die Kompetenzen stetig wachsen, wenn die Ziele und Erwartungen klar definiert sind, wenn eigene Entscheidungen möglich sind, wenn das Fehler machen erlaubt ist, wenn eine Lernmöglichkeit besteht und wenn das Zutrauen der Führungskraft gegeben ist. Dies bedeutet - ein wichtiger Aspekt beim Empowerment - Mitarbeitende trauen sich mehr zu und arbeiten eigenständiger, wenn die psychologische Sicherheit gegeben ist. Führungskräfte dürfen sich von Mikromanagement und Dauerkontrolle verabschieden und sich gezielt auf einzelne Kontrollpunkte bezogen auf die 8 hier beschreiben Ansätze besinnen. Eine Faustregel für Führungskräfte ist, nur dann einzugreifen, wenn nötig und nur so viel zu helfen, wie nötig, aber nicht mehr.
Ich hoffe sehr, dieser Artikel hat dich inspiriert und angeregt, Leadership Empowerment als deinen persönlichen Führungsstil einzusetzen, und deine Mitarbeitenden zu bestärken und fördern.
Von Herzen gegrüßt
Deine Edith
success way - menschlich | inspirierend | wirkungsvoll
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Edith DuschMein zentrales Anliegen ist es, Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu stärken. Ich unterstütze Mitarbeitende und Führungskräfte dabei, um ihre wahren Potenziale zu entdecken, innere Klarheit zu erlangen, persönliche Stärke aufzubauen und ihre privaten und beruflichen Herausforderungen mit mehr Selbstvertrauen zu meistern. Es ist mir wichtig, Räume zu schaffen, in denen Wachstum, Reflexion und echte Veränderung möglich sind. Im Fokus stehen Stärken, Ressourcen, Erkenntnisgewinn, individuelle Lösungen, Selbstwirksamkeit und nachhaltige Umsetzung. |
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